VIPA GmbH auf der Hannover Messe Industrie 2004

Auf der größten Industriemesse der Welt, der Hannover Messe (HMI), finden sich auch vier Firmen aus Herzogenaurach. Die INA-Schaeffler KG gehört in diesem Jahr zum ersten Mal allerdings nicht dazu. Heute ist der letzte Tag.

Kleinere Firmen aus Herzogenaurach sehen auf der HMI eine wichtige Plattform für den Kundenkontakt, so zum Beispiel auch die Firma VIPA Gesellschaft für Visualisierung und Prozeßautomatisierung mbH.

Seit nun zehn Jahren ist man jedes Jahr mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten. Auch in diesem Jahr präsentiert man auf 50 Quadratmetern SPS-Systeme für die Steuerung von Maschinen und Anlagen.

Der Kundenkreis ist dabei sehr weit verteilt auf die unterschiedlichsten Branchen von der Nahrungsmittelindustrie über die Automobilindustrie bis hin zur Fördertechnik. Das 1985 gegründete Unternehmen trifft auf der Hannovermesse auch den gesamten sehr internationalen Kundenkreis. Ungefähr die Hälfte der Besucher auf dem Stand kommen aus dem Ausland, berichtet Bob Linkenbach, Leiter Vertrieb und Marketing, gegenüber dem FT.

Bei Niederlassungen in China, Indien, Italien oder auch Nordamerika ist ein Stand auf der größten Industriemesse der Welt von großer Bedeutung. Hier können einfacher Gespräche mit den verschiedensten Kunden und den über 30 Vertriebspartner aus der ganzen Welt geführt werden, zu denen man ansonsten weite Anreisewege in Kauf nehmen müsste.

Dies ist auch ein wesentlicher Grund, warum VIPA auch im nächsten Jahr wieder auf der Messe vertreten sein wird. Ein Tochterunternehmen der VIPA findet sich ebenfalls mit einem eigenen Stand auf der HMI. In Halle 9 betreibt die profichip GmbH einen eigenen kleinen, ca.20Quadratme-ter großen Stand.

Das seit 1999 bestehende Unternehmen ist seit der Gründung jedes Jahr in Hannover vertreten, auch wenn die HMI nicht die Hauptmesse für profichip ist. Mit insgesamt zehn Mitarbeitern und einer Standbesatzung von zwei bis drei Personen ist man auf der Suche nach Vertriebspartnern im Ausland. Hier bietet sich auf der Messein Hannover eine gute Möglichkeit.
Auch die Resonanz auf den Messestand im Allgemeinen ist sehr gut, da die Firma nur ein Produkt anbietet und dieses gezielt von Kunden und Interessenten gesucht wird.

So wird die Messe als Kontaktmesse angesehen, um zahlreiche Gespräche mit Kunden und Interessierten zu führen, was auch in den nächsten Jahren so bleiben soll.
Das Produkt, das auf der Messe angeboten wird, ist ein sogenannter Profibus, der ursprünglich für die Muttergesellschaft VIPA entwickelt worden ist, mittlerweile jedoch auch sehr erfolgreich an externe Kunden verkauft wird. Dieser dient zur Steuerung imferti-gungstechnischen Bereich und ist bei Kunden wie Bosch-Rexroth oder ABB im Einsatz, so berichtet Sales Manager Udo Rathfelder.
Auf einem Gemeinschaftsstand der Wertschöpfungspartner von ContiTech ist auch das 1995 gegründete Joint Venture ContiTech-INA GmbH &
Co. KG mit einem kleinen Stand vertreten. In den letzten Jahren war man mit dem Stand immer bei der INA-Schaeffler KG vertreten, doch in diesem Jahr bot sich mit allen 15 Partnern die Möglichkeit zu einem Gemeinschaftsauftritt, bei dem die gesamten Systemlösungen präsentiert werden.

In einem Feld des Standes werden die Riementriebsysteme vorgestellt, die ContiTech und INA GmbH & Co. KG gemeinsam entwickeln. Mehr als 40 Systementwicklungen wurden in dieser Richtung seit der Gründung in Serie gebracht, war auf dem Stand in Halle 4 zu erfahren.
Erst vor kurzem wurde die jüngste Gemeinschaftsentwicklung vor der Fachwelt präsentiert, die auch auf der HMI nun zu betrachten ist: ein riemengetriebener Startgenerator. Die Resonanz zu Beginn der Messe war, wie fast überall, eher flau, wurde aber im Laufe der Messe etwas besser, so der Projektleiter Entwicklung Riementriebsysteme, Michael Bogner im Gespräch mit dem FT.

Eine weitere aus Herzogenaurach vertretene Firma findet sich in Halle 16 auf dem Stand des VDMA: die ProLeit AG. Dort zeigt man unter dem Themenschwerpunkt Tracking & Tracing ein System, das in den nächsten Monaten für einige Firmen sehr wichtig werden könnte. Spätestens zum 1. Januar 2005 tritt nämliche eine neue EG-Verordnung in Kraft, die besagt, dass alle Rohstoffe, die in ein Produkt einfließen, bis zum Lieferanten bzw. Hersteller zurückverfolgbar sein müssen. Für diesen Fall hat Pro-Leit ein System entwickelt, das dies möglich macht.

Einen eigenen Stand hat man aus Kostengründen diesmal nicht in Erwägung gezogen, wollte jedoch nicht ganz auf eine Teilnahme verzichten, da man der HMI international einen hohen Stellenwert beimisst.
Hauptmessen für ProLeit sind jedoch eher die Brau oder die ExploRisk in Nürnberg.

Auf der Messe in Hannover werden wenig Gespräche geführt, dafür aber sehr detaillierte und gute Gespräche, so der Leiter des Vertriebs, Gottfried Hochfellner. Es gibt kaum Laufkundschaft, sondern eher Leute, die mit vorbereiteten Listen eine Firma nach der anderen besuchen und sich vorher bereits genaue Pläne für die Messe gemacht haben.

So kann es gut passieren, dass zu manchem Zeitpunkt Gottfried Hochfell-ner und sein Kollege gleichzeitig in Gespräche vertieft sind und auf ihrem ca. zehn Quadratmeter großen Stand den Interessenten Ihre Lösungen zum Thema Prozessleittechnik vorstellen.