Modern, kompakt und schnell

Mit der neuen „MICRO“ präsentierte VIPA Controls zur SPS IPC Drives 2016 ein sehr kompaktes und extrem schnelles Kleinsteuerungssystem. Dieses setzt ein Ausrufezeichen in puncto Design und zeigt im Hinblick auf Bedien- und Statusanzeige völlig neue Wege auf. Die MICRO PLC ist somit der Startschuss der neuen Steuerungsgeneration von VIPA.

Die neue MICRO PLC von VIPA Controls leitet durch ihre Vorstellung eine neue Produktserie ein und hebt das Segment der VIPA-Kleinsteuerungen wieder auf ein neues Niveau. Als Stand-Alone-SPS konzipiert, zeichnet sie sich vor allem durch ihr modernes Design, ihre sehr kompakte Baugröße, ihre hohe Performance sowie ihre hohe Kanaldichte aus. Somit erhält der Anwender auf kleinstem Raum ein Vielfaches an Leistung zu einem sehr attraktiven Preis. Die neue MICRO PLC wird das bewährte, aber schon etwas in die Jahre gekommene System 100V ablösen.

Designrevolution

Das neue Designkonzept der MICRO PLC beinhaltet ein neues Anzeige- und Bedienkonzept, das dem Anwender ermöglicht, mit einem Blick die wesentliche Kontrollinformation über den System-Gesamtzustand zu erfassen. Dazu wurden Anzeige- und Bedienelemente bewusst auf das Wesentliche und in der Praxis benötigte konzentriert. Daraus ist ein modernes und funktionelles Design entstanden, das in der Automatisierungswelt seinesgleichen sucht.

Die neue „MICRO“ ist – wie der Name schon sagt – extrem kompakt. Dadurch bieten sich neue Lösungen bezüglich Performance und Platzbedarf sowie bei der Optimierung der Baugröße und den Gesamtkosten. Mit einer Breite von knapp 72 Millimetern ist die VIPA MICRO PLC beispielsweise um mehr als 50 Prozent kleiner als typische Kleinsteuerungen.

Schnell, schneller, MICRO

In Verbindung mit dieser Kompaktheit basiert die Einzigartigkeit der neuen „MICRO“ auf der SPEED7-Technologie für höchste Taktrate und schnelle Programmbearbeitung. Damit ermöglicht sie schnelle Abläufe, z. B. für präzise Positionierungen und vielfältige Regelungsaufgaben. Zusätzliche Geschwindigkeitsvorteile bringt die schnelle Rückwandbusübertragung von 48 Mbit/s. Mit einer CPU-Performance einer „großen“ CPU ist die MICRO PLC die schnellste Kleinsteuerung, die es aktuell auf dem Steuerungsmarkt gibt.

Hohe Kanaldichte

Einen weiteren Pluspunkt stellt die hohe Kanaldichte der „MICRO“ dar. Mit 30 integrierten digitalen und analogen E/A-Kanälen an Bord bietet sie auch als Stande-Alone-CPU vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und kann zusätzlich um bis zu acht Module erweitert werden. Zu Produktstart werden digitale Module (16DI, 16DO, 16DIO und 8 DO Relais) erhältlich sein, die dann fortlaufend um alle gängigen Modultypen erweitert werden. Nutzt man die maximale Erweiterungsmöglichkeit durch die Module aus, hat der Anwender insgesamt bis zu 158 E/A-Kanäle für seine Automatisierungsaufgaben zur Verfügung.

Fester Halt durch Federklemmtechnik

Die Anschlussstecker der „MICRO“ sind einzeln abnehmbar und dadurch auch für die Vorverdrahtung im Serieneinsatz geeignet. Ausgestattet mit der komfortablen Push-in-Technik können sie einfach, schnell und werkzeuglos montiert sowie ausgetauscht werden. Das verringert die Ausfallzeit der Maschine bzw. Anlage und beschleunigt die Wartung. Zudem sind die Stecker mit Federklemmen versehen, die nicht nur eine einfache Verdrahtung ermöglichen, sondern auch jeder Vibration standhalten und  z. B. das Wiederanziehen von Schraubverbindungen überflüssig macht.

Diagnose leicht gemacht

Die Anordnung der IO-Anzeige-LEDs direkt am zugehörigen Steckerkontakt ermöglicht dem Anwender selbst bei so einer hohen Kanaldichte wie bei der MICRO PLC eine einfache und eindeutige Zuordnung der Kanalzustände. Zusätzlich ist die MICRO mit einem integrierten Webserver ausgestattet, der den beliebigen Zugriff via Smartphone, Laptop & Co. auf Daten, Diagnosen und Statusoberflächen sowie frei erstellbare Visualisierungsprojekte ermöglicht.

Schnittstellen, Kommunikation und Speicher

Für den Onlinezugriff, die Programmierung und die Kommunikation steht ein aktiver 2-Port-Switch zur Verfügung. Damit kann auch der Funktionsumfang der „MICRO" durch weitere geplante Features mittels Firmware-Update einfach erweitert werden.

Neben Standard-Ethernet-Protokolle wie z. B. Modbus TCP oder S7-Kommunikation spricht die „MICRO" auch PROFINET. Somit lassen sich einfach bis zu acht PROFINET-Geräte anbinden und/oder die „MICRO" als I-Device in PROFINET-Topologien integrieren. Durch ein Erweiterungsmodul kann der Anwender optional die PROFIBUS-Slave-Funktion sowie PtP und MPI nutzen. Mit dem mittlerweile mehrfach ausgezeichneten und in der Automatisierungsbranche einmaligen Konzeptes der VIPA Set Card (VSC) können wie beim SLIO-System weitere Funktionalitäten, wie z. B. mehr Speicher oder Feldbusanbindungen, nach Bedarf freigeschaltet werden.

Die „MICRO“ hat in der Basisversion 64 kByte Arbeitsspeicher, der über VSC auf max. 128 kByte erweitert werden kann. Ein großer Vorteil der „MICRO“ sowie aller aktuellen VIPA CPUs ist der vollständige remanente Speicher. Somit sind bei Spannungsausfall alle Daten und Zustände ohne notwendige weitere Sicherungsmaßnahmen gespeichert. Dies erleichtert einerseits die Programm-Konzeptionierung und ist andererseits im Betrieb ein weiterer großer Vorteil für Hersteller und Betreiber.

Zusätzlich bringt die kompakte VIPA Kleinsteuerung folgende weitere nützliche Fetaures mit sich: SNTP, Pulse-Train-Ausgabe, MRP-Client, PNIODiag FB126.

Zielapplikation

Die neue MICRO PLC kann als hoch perfomante Klein- bzw. Kleinststeuerung sowohl im Serien- und Sondermaschinenbau wie auch als zentrale oder dezentrale Steuerung im Bereich Anlagenbau eingesetzt werden. Natürlich ist sie durch die kompakte Baugröße sowie den vollständigen Funktionsumfang auch ideal für die Gebäudeautomation und den Einbau in Unterverteiler geeignet.